Internet auf wackeligen Beinen

Ich schätze den FAZ Blog von Constanze Kurz sehr. Sie beschreibt oftmals “Nerd”-Themen sehr schön. Kann den Blog nur jedem empfehlen, der sich für kritische Gedanken zu aktuellen IT-Themen interessiert.

Traumschiff Internet? Unsere digitalen Kreuzfahrten sind nicht so sicher, wie wir glauben. Denn wir nutzen Netzstrukturen, die so fragil und zentralisiert sind, dass ein Schiffbruch keineswegs ausgeschlossen werden kann.

Gerade wieder lässt sie sich zu dem Unterbau des heutigen Internets in ihrem aktuellen Blogartikel aus. Sie geht auf die immer stärker zentralisierte Architektur und damit der Abschied vom “ursprünglichen” Internet ein. Auch hier muss ich wieder einmal sagen, dass ich ihr nur zustimmen kann. Den Trend zu Fremd-Clouds und damit die unternehmerische Abhängigkeit von Drittanbietern betrachte ich auch schon seit längerem mit Sorge… Das aktuelle Debakel um SSL-Zertifikate um DigiNotar und Comodo zeigt einmal mehr die Anfälligkeit heutiger IT-Architekturen und auch die Sorglosigkeit, mit welcher damit auf Seite von Unternehmen oftmals umgegangen wird… Das Internet ist längst nicht mehr das unterbrechungssichere Netz, welches es zu Beginn war.

Bleibt abzuwarten, ob sich etwas ändern wird. Ich persönlich glaube nicht, dass so schnell eine Kehrtwende bevorsteht. Der Kostendruck ist heutzutage einfach zu groß und Langzeitinvestitionen zu rechtfertigen ist in der IT – meiner Erfahrung nach – immer noch besonders schwer.

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