Wacken Open Air 2013 – Nachlese

Vorbei ist das 24’te Wacken Open Air. Schon eine ganze Zeit mittlerweile… Es war Wettermässig sehr durchwachsen. Sowohl extreme Hitze, als auch sinnflutartige Regenfälle hatte Deutschlands Norden wieder zu bieten. Große Schlammwüsten sind zum Glück ausgeblieben (im Vergleich zum letzten Jahr), aber dennoch kamen Schlammcatcher auf ihre Kosten.

Lineup

Das Lineup war dieses Jahr für mich wenig spannend. Rammstein war definitiv eine super Show und die Jungs waren auch richtig in Plapperstimmung (gemessen am sonstigen Rammstein Konzert Niveau). Deep Purple war ok, auch wenn Jon Lord nicht mehr in ihrer Mitte weilt. Neaera hat wie immer eine coole Show gerissen, auch wenn sie einen wirklich schlechten Slot hatten (Freitag als erste um 11 Uhr). Trivium hat auch geliefert wie immer und einfach mal ohne Ankündigung neue Stücke gespielt. Ansonsten war für mich wie die letzten Jahre auch schon verstärkt das Zelt mit den Metal Battle Landes-Gewinnern interessant. Mein persönlicher Favorit war Karma Zero.
Das Lemmy schon nach kurzem nicht mehr konnte und der Auftritt damit beendet war, empfand ich auch nicht wirklich als schlimm.

Sound

Der Sound im Zelt war wie (leider) üblich grottenschlecht. Immerhin etwas weniger breiig, wie letztes Jahr. Ich bin wirklich sehr laute Musik gewohnt und kann normalerweise bei Konzerten im Graben ohne Probleme ohne Gehörschutz arbeiten. Im Zelt halte ich es ohne nicht aus. Mal abgesehen davon, dass es so laut ist, dass es keinen Spass mehr macht – es ist mir nicht mehr möglich die Musik richtig zu hören, da alles nur noch rausgerotzt wird… Und das Problem hab ich von vielen bestätigt bekommen. Ein ordentlicher Gehörschutz (nicht die Baustellenstöpsel) hilft aber enorm und ich bin froh, meine immer dabei zu haben 🙂

Auf den drei Hauptbühnen war der Sound dieses Mal wirklich überraschend gut. Bei Rammstein auf jeden Fall am besten – selbst an den Seiten war der Sound noch astrein. Lediglich die Party Stage hat mit ihrer Location gelitten. Es ist enorm wichtig, sich nicht zu weit hinten aufzuhalten, da dort nur noch ein Gemisch aus True/Black und Party Sound ankommt….

Organisation

Die Organisation wird jedes Jahr gefühlt professioneller, aber dennoch gab es dieses Jahr einige Mankos, welche vermieden hätten werden können.

Erst einmal die positiven Dinge: es gab dieses Jahr noch mehr Geldautomaten und somit wurden die Schlangen daran im Zaum gehalten.

Dafür gab es auch einige Dinge die nicht so gut wie die Jahre zuvor gelaufen sind.

Dixie-Leerung

Die Dixie-Camps wurden teilweise sehr wenig geleert. Ein Camp bei uns durfte zwei Tage auf Leerung warten… Lecker….

Eis

Die Eiswürfel Versorgung (für Kühlzwecke) hat dieses Jahr auch überhaupt nicht geklappt. Und das, obwohl eigentlich mit noch heisserem Wetter gerechnet wurde. Da hätten definitiv größere Kapazitäten vorhanden sein sollen…

Regen-Kontermaßnahmen

Es ist mir auch immer noch unbegreiflich, dass die Veranstalter nicht Zwei Traktorhänger Sand / Rindenmulch vorrätig haben. Auch wenn dieses Jahr mit Sahara-Temperaturen gerechnet wurde – es kam mal wieder anders. Und da sind es dann jedes Jahr die selben Stellen die zum Schlamm-Meer werden. Die Nadelöhre zwischen Wackinger-Village und dem Vorbereich. Hier müssen (fast) alle Besucher durch, die zum Metal-Markt oder zu den Bühnen wollen. Auf der einen Seite steht auch praktischerweise ein Dixie-Camp. Bei Regen entpuppt sich diese Seite jedoch als Geruchsparadies – und wird sehr schnell Pfützenreich….

Positiv war immerhin, dass dieses Jahr manchmal sogar mehrmals täglich Stewards über das Gelände gelaufen und Müllbeutel verteilt haben.

Preisniveau

Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist… Das trat zum Glück nicht ein, aber das Bier wurde teurer. Hat 2012 ein 0,4 l Becher Becks noch 3,50 € gekostet (8,75 €/l), so war er dieses Jahr 15 % teurer – 3 € für 0,3 l (10 €/l). An den Imbissbuden war dieses Mal gefühlt weniger Planwirtschaft. Die Preise gingen von 3,50 € auf 6-7 € für Essen.
Der Preis für ein Ticket ist ebenso mit 140 € gleich geblieben – wofür für das nächste Wacken schon 160 € fällig werden.

Kommerzialisierung

Ich steh da zwar ein bisschen auf verlorenem Posten, aber ich finde trotz dem ganzen Rummel hält sich in soweit in Grenzen, dass ICH nach wie vor den Eindruck habe, dass den Machern die Metal-Gemeinde am Herzen liegt. Klar wird mit vielen Geld gemacht, aber die Preise für die Wacken-Campingstühle/Gummistiefel/Hastenichtgesehen halten sich ebenso in Grenzen wie der Rest. Nur das Publikum wird leider immer mehr zum Jahrmarkt…

Bilder vom Wacken

Bilder folgen noch, sobald ich genug Zeit finde sie zu entwickeln…

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