Tag Archives: Leseempfehlung

Lesenswerter Post zur Zentralisierung von Diensten

Moxie Marlinspike hat ein paar schöne Gedanken im Open Whisper Systems Blog zu Papier gebracht über die De-/Zentralisierung von Protokollen und Diensten. Wenn ihr ein paar Minuten Zeit habt – uneingeschränkte Leseempfehlung.

Reflections: The ecosystem is moving

Fotostudios können dicht machen – Amazon patentiert “Studio Arrangement”(s)

Wie der Blog DIY Photography festgestellt hat, wurde Amazon ein Patent bewilligt, welches mehrere typische Studio-settings vieler Fotografen beschreibt. Das Patent wurde schon 2011 eingereicht und am 18. März 2014 nun angenommen.

Immer wieder schön, was vom US Patentamt so alles angenommen und bewilligt wird an Patenten…

Hier der Abstract des Patentes

Disclosed are various embodiments of a studio arrangement and a method of capturing images and/or video. One embodiment of the disclosure includes a front light source aimed at a background, an image capture position located between the background and the front light source, an elevated platform positioned between the image capture position and the background, and at least one rear light source positioned between the elevated platform and the background. A subject can be photographed and/or filmed on the elevated platform to achieve a desired effect of a substantially seamless background where a rear edge of the elevated platform is imperceptible to an image capture device positioned at the image capture position.

Und noch zwei Bilder daraus
amazon-studioArrangement2
amazon-studioArrangement1

Abmahnung wegen geposteten Tattoo-Fotos?

Auch wenn ich Urheberrechte per se nicht schlecht finde, bei so einer Sache hört es für mich mit dem Verständnis auf. Warten wir mal ab, ob es entsprechende Fälle geben wird vor Gericht…

Aber lest selbst im Lawblog:

Das Tattoo gehört nämlich keineswegs ausschließlich seinem Träger, erläutert der Mainzer Anwalt Karsten Gulden auf seiner Seite “infodocc“. Vielmehr handele es sich, absoluter 08/15-Körperschmuck ausgenommen, um ein “Werk der bildenden Kunst”.

Tipp: Auch den verlinkten Artikel in infodocc lesen (mit Kommentaren):

Schwierig wird es allerdings, wenn nur das konkrete Motiv abgelichtet wird und die Person und deren Persönlichkeitsrechte vollständig in den Hintergrund treten. Dann dürften die Urheberrechte des Tätowierers wieder überwiegen, sodass eine Urheberrechtsverletzung angenommen werden kann, wenn keine Einwilligung durch den Tätowierer vorliegt.

Heartbleed heißt Passwörter ändern, oder doch nicht?

Im Zuge der ganzen Heartbleed-Aufregung haben viele zum Wechsel der Passwörter aufgerufen (z.B. Wunderlist oder SoundCloud). Der Chefredakteur von heise Security, Jürgen Schmidt behält da schon eher einen klaren Kopf in seinem Kommentar dazu. Er spricht die Zeit an, die für die Änderungen draufgeht und den damit verbundenen Produktivitätsverlust.

Wer sich näher für den Bug interessiert, der kann sich auf heise Security schlau lesen, oder dieses (englische) Video schauen.

Welche Software OpenSSL verwendet kann man auf der OpenSSL Seite sehen.

Was aber wieder einmal klar ist, wer ein Passwort nicht mehrfach verwendet, sondern für jedes Login ein anderes Passwort, der ist relativ sicher. Und in Kombination mit einem Passwort Safe und dafür dann ein sicheres Passwort ist das auch alles kein Hexenwerk.

Alissa White-Gluz (The Agonist) ersetzt Angela Gossow bei Arch Enemy

Wie ich erstaunt feststellen musste, wechselt die Sängerin der kanadischen Metalcore-Aufsteiger “The Agonist” – Alissa White-Gluz – zu dem schwedischen Death-Metal Schwergewicht “Arch Enemy” und ersetzt dort die langjährige Sängerin Angela Gossow. Angela bleibt Arch Enemy jedoch erhalten, sie wechselt jedoch nach 13 Jahren als Frontfrau hinter die Kulissen und kümmert sich um das Management der Band. The Agonist mussten Für Alissa jedoch Ersatz finden, auch der ist bereits besetzt mit einer mir Unbekannten: Vicky Psarakis.

Alissa ist auf dem Anfang Juni erscheinenden Album “War Eternal” von Arch Enemy bereits zu hören und ist auch mit diesen auf Tour. Vicky auf dem neuen The Agonist Album ebenso. Arch Enemy haben auch bereits ein Video mit Alissa veröffentlicht:
archenemy-alissa
Ich finde, Alissa macht sich ganz gut und musikalisch ist es immer noch Arch Enemy, wenn auch nicht mehr mit ganz so vielen Aggressionen in der Stimme.

Von Vicky gibts auch bereits einen Teaser in der YouTube. Das klingt immerhin vielversprechender als das von Vicky vorab veröffentlichte Iron Maiden-Demo.

Die neu formierten Bands sind auch auf den diesigen Sommer-Festivals. Arch Enemy ist beim Summer Breeze 2014 und auch beim Wacken 2014. The Agonist sind noch mit Alissa als Sängerin beim Summer Breeze angekündigt.

Die ganze Sache wirft nun ein neues Licht auf die Festival-Absage von Arch Enemy letztes Jahr. Haben sie letztes Jahr überhaupt noch Gigs gespielt? Ist Angela irgendwas zugestossen, dass sie nicht mehr die Rolle als Sängerin wahrnehmen kann?

Update
Der Metal Hammer hat auch bereits dazu was geschrieben: Angela Gossow verlässt Arch Enemy – Nachfolgerin bekannt und Ersatz für Alissa White-Gluz: Vicky Psarakis neue The Agonist-Frontfrau.

Update
Und nun ist auch ein Offizielles Lyric Video von The Agonists neuem “Disconnect Me” mit Vicky in der Tube gelandet. Ebenso gibt es eine Version von “Thank You Pain” mit Vicky.

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WLAN/UMTS/GSM/RFID blockierende Hüllen (aus Abschirmflies)

Passend zu den Hinweisen auf Critical Engineering kürzlich, nun ein weiterer Hinweis auf einen Berliner Künstler – Aram Bartholl. Er näht Handyhüllen aus einem Spezialflies. Den Flies kann man z.B. in Online-Shops bekommen.

Man kann aus dem Flies eigentlich noch ganz andere Dinge basteln. Eine Hülle für den Personalausweis oder Reisepass zum Beispiel. Oder ein Kartenmäppchen…

Critical Engineering mit PRISM auf der Transmediale 2014

Ich habe ja bereits Anfang Januar über Julian und Danja (sowie auch Gordan) und das Projekt Critical Engineering berichtet. Auf der Transmediale 2014 waren die beiden nun auch wieder mit ihrer Installation “PRISM: The Beacon Frame” – und wurden direkt (wegen einer fehlenden Betriebsgenehmigung für ihren IMSI Catcher) dazu gebracht, die Installation wieder abzuschalten. Immerhin hat es die Sache auch in den Spiegel geschafft. Julian und Danja haben übrigens auf PasteBin sich geäußert zu dem Vorfall:

It was our intention to provide an opportunity for public to critically engage precisely the same methods of cellular communications interception used by certain governments against their own people and people in sovereign states. It was not, in any way, our intention to harm anyone and nor did we.

Weniger ist mehr – 37signals konzentriert sich auf Basecamp

Könnte bestimmt einigen Firmen nicht schaden, sich auf eine Sache zu konzentrieren und dass dann richtig machen. Die US-Softwareschmiede 37signals bennent sich wie ihr gefragtestes Produkt – Basecamp (beliebtes Projektmanagement-Tool mit etwa 15 Millionen Nutzern) – und stellt die Entwicklung aller anderer Produkte zugunsten Basecamp ein. Analogien zum iPhone und Apple, aber auch Blackberry sind vorhanden. Ein großer Vorteil des iPhones war mit Sicherheit, dass es keine tausend verschiedenen Versionen und Modelle gab. Und Research in Motion hat sich ebenso vor kurzem einen bekannteren Namen gegeben…

Lesenswerter Artikel zu 37signals, Basecamp und der Management-Strategie “weniger ist mehr” gestern im Harvard Business managerStrategie – weniger ist mehr:

Eine amerikanische Softwarefirma wagt einen radikalen Strategieschwenk: Statt Wachstum durch Diversifikation heißt die Devise Konzentration auf ein Kernprodukt. Ein Schritt, der Beachtung verdient, meint Berater Ron Ashkenas.