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Auswirkungen des Endes der Netzneutralität jetzt beobachten

In Kenia oder auf den Philippinen kann man jetzt schon sehen, wohin es führt, wenn die Netzneutralität nicht gegeben ist. Google und Facebook bezahlen für ihre Webseiten, Start-Ups haben verloren – die Verbraucher am Ende werden es auch. Netzneutralität in Schwellenländern: Internet zwischen Google und Facebook” bei heise online.

Update Danke für den Hinweis: auch auf Technology Review gibt es einen Artikel dazu – Netzneutralität – ein westlicher Luxus?

Telekom tritt nach, oder: Netzneutralität II

Und es war zu erwarten, was im Mobilbereich leider schon länger in Mode ist, schwappt auf Festanschlüsse über. Die Provider wollen mehr verdienen und so bietet die Telekom auch nur noch Volumentarife bei Festverkabelung an. Überschreitet man eine gewisse Menge Traffic, so wird man gedrosselt oder soll gefälligst mehr bezahlen. Die Tagesschau berichtet immerhin auch darüber, nicht nur IT Nachrichten wie heise.

Ich sehe hier wirklich ernsthaft ein Einschnitt in die Neutralität des Netzes. Ein Zitat der Tagesschau:

Bei Anschlüssen, bei denen auch die Telefongespräche über das Internet laufen, werde das hierfür verbrauchte Datenvolumen nicht einberechnet. Gleiches gelte für das Fernsehangebot der Telekom und die dabei übermittelten Datenmengen.

Man braucht sich heutzutage wirklich nicht mehr Illegal zu bewegen um an die Grenzen (der Drossel) zu kommen. Bei Angeboten wie Lovefilm, oder Videoload oder aber Dropbox, Spideroak und andere Cloud-Speicher wie die Telekom-Cloud kombiniert mit dicken Bandbreiten fällt der Unterschied zwischen Lokal und entfernt gehaltenen Daten. Es kann nicht sein, dass sich Netzanbieter so bevorzugen indem sie die eigenen Lösungen aus Trafficbeschränkungen rausrechnen.

Zur Telekom und ihrem Umgang mit der Netzneutralität habe ich übrigens schon einmal etwas von mir gegeben.

Update 23. April 2013 heise hat jetzt auch einen Kommentar dazu.

Update 30. September 2013 Ein knappes halbes Jahr nach der Ankündigung der Telekom zieht deren Tochter Congstar mit der Drosselung nach. Es sollen wohl die selben Grenzen gelten, wie bei der Konzernmutter.

Update 12. Dezember 2013 Das ganze ist jetzt vorerst darin geendet, dass die Telekom die Sache genutzt hat, ihre Preise für unbeschränkte Flatrates anzuheben. Es wird laut heise zukünftig Volumentarife geben, die nicht mehr “Flatrate” heißen und weiterhin unbeschränkte echte Flatrates, allerdings gegen mehr Geld.