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Streetphotography – Teil V

Der vorerst letzte Teil meiner kurzen Serie von Streetphotographien.

Wie der eine oder andere schon treffend bemerkt hat, entstanden alle gezeigten Bilder in Rumänien.

An dieser Stelle eine kurze Bemerkung zu dem Land: ich habe selten solch hilfsbereite und nette Menschen kennengelernt. Leider ist das Land größtenteils sehr verarmt und viele haben noch kein fließend Wasser oder eine Kanalisation. Bleibt abzuwarten, wie die EU Hilfen dort ankommen und ob sie an der richtigen Stelle wirken. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, folgen noch einige Bilder der Tour.

Fünfte Jahreszeit

Da es jetzt elf Sekunden nach elf Uhr elf ist – in Zahlen 11:11:11 Uhr – dachte ich, ich schreibe einmal was aus gegebenem Anlass.

Es gibt ja verschiedene Namen, Zeiten und auch Ansichten über die fünfte Jahreszeit. Die einen nennen es Karneval, andere Fasching und wieder andere Fastnacht.

So startet diese Brauchtumswoche hierzulande üblicherweise mit dem schmotzige Dunschtig oder auch Weiberfasnacht.

Für die nicht kundigen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht: “schmotzig” kommt nicht von schmutzig, sondern von alemmanisch “schmotz” (Fett oder Schmalz). Es war der letzte Tag vor der Fastenzeit an dem noch einmal geschlachtet werden konnte, um konform den kirchlichen Regeln zu bleiben.

Das Ende dieser (teilweise recht anstrengenden) Woche markiert der Aschermittwoch. Mit diesem Tag beginnt die (christliche) Fastenzeit.

Andere Länder, andere Sitten. In der Schweiz, z.B. in Basel beginnt die Fastnacht erst am Montag nach Aschermittwoch mit dem traditionellen “Morgästraich” (Morgenstreich). In Venedig beginnt der Carnevale di Venezia offiziell mit dem traditionellen “Volo dell’angelo” (Engelsflug) zehn Tage (zweiter Sonntag) vor Aschermittwoch. In einigen Regionen der USA gibt es den “Mardi Gras” (ital. Martedì Grasso, dt. Fetter Dienstag), welches der Fasnachtsdienstag ist. Der Karneval in Barranquilla (Kolumbien) wurde sogar von der UNSECO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit (ja, sowas gibt es wirklich) aufgenommen. Er wird an den vier Tagen vor Aschermittwoch gefeiert. Auch der “Carnaval de Oruro” Oruro, Bolivien, steht in dieser Liste der UNESCO. Er wird eigentlich vom schmalzigen Samstag (Nelkensamstag, Samstag vor Aschermittwoch) bis Rosenmontag gefeiert. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der brasilianische Karneval.  Der “carnaval do Rio” in Rio de Janeiro ist eines der größten Feste auf diesem Planeten und beginnt am rußigen Freitag (Freitag vor Aschermittwoch). In Salvador da Bahia (weltweit größter Straßenkarneval) findet er zur selben Zeit wie bei uns statt.

Nach dieser weltweiten Exkursion: Wie kommt es nun zum 11. November?

Grundsätzlich beginnt die Fastnachtszeit in den meisten (Bundes-) Ländern am Dreikönigstag (6. Januar). Allerdings werden schon seit dem neunzehnten Jahrhundert am 11. November vielerorts bereits närrische Veranstaltungen statt, beispielsweise die Verkündung des Prinzenpaars. Historischer Hintergrund ist, dass man schon vor Beginn der Fastenzeit, welche auch vor dem Fest der Geburt Christi vorgesehen war, die Fleischvorräte aufbrauchen wollte. Am 11. November ist der Martinstag mit traditionellem (Martins-)Gansessen. In soweit ist der Martinstag auch eine Art “Karneval”, welcher den letzten Tag vor der Fastenzeit markiert.

Nach diesem längeren Text, hier noch einige Bilder, die ich dieses Jahr auf dem Großen Festumzug beim Narrentreffen 2010 in Singen am Hohentwiel machen durfte.

Durch den starken Schneefall an dem Tag wurde die Qualität der Bilder leider nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte.