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Metallischer Zirkel

Mittlerweile ist mein neues Projekt angelaufen – der MetalCircle. Ich habe vor einiger Zeit mit der Unterstützung eines Freundes einen neuen Blog gestartet um hier zu etwas mehr Ordnung zu kommen. Dort wir ab sofort mein bzw. unser erbloggtes rund um den Metal ein neues zu Hause finden.

Wir freuen uns über euren Besuch und suchen auch noch eifrige Mitstreiter die Lust haben rund um die Metal-Szene zu bloggen.

Veränderte Einlasskontrollen beim Wacken Open Air

Mit den frisch erschienenen Plänen für das 25. Wacken Open Air kamen jetzt auch Neuigkeiten zu den bereits angekündigten Veränderungen bzgl. der Einlasskontrollen. Hierzu ein Zitat aus dem eben verlinkten Newsbeitrag des Festivals:

Das Wechseln zwischen Bullhead City Area, Biergarten, Wackinger Village, Metal-Markt und Infield hat aufgrund der Einlasskontrollen zum Infield bisher immer viel Zeit in Anspruch genommen.
Um Euch die Wege zu Vereinfachen und Zeit zu sparen, werden wir in diesem Jahr die Einlasskontrollen vorziehen. Diese finden nun beim Eingang zum Wackinger/BHC im Norden und neben dem Metalmarkt statt.
Dadurch ermöglichen wir, dass Wacken Plaza, Wacken Center, BHC Area und Infiled zu “einer großen Eventfläche” verschmelzen. Innerhalb dieser Fläche könnt ihr Euch dann ohne weitere Kontrollen bewegen.
Die Ein- und Ausgänge zum Infield (auch an der Partystage) bleiben. Hier findet allerdings kein Sicherheitscheck mehr statt, sondern nur noch eine Bandsichtung.
Dadurch erhoffen wir uns für Euch schnellere, kürzere Wege und viel Zeitersparnis.

Meiner Meinung nach ist das alles andere als toll – im Gegenteil. Durch die vorgezogenen Kontrollen, gemeinsam mit den Verschärfungen bei den Einlasskontrollen (es dürfen nur noch die Wacken PET Becher und der Trinksack aus dem Full Metal Bag mitgenommen werden), bedeutet das ein gehörigen Nachteil für alle die es gewohnt waren im Wackinger zu Essen. Nicht selten hatte man dazu seine eigene Wasser Flasche oder aber Bier dabei. Damit ist nun also Schluss. Ein Schelm wer böses dabei denkt! Wer hier häufiger liest, weiß dass ich keiner bin der immer auf Kommerzialisierung schimpft, aber das geht mir schon etwas zu weit…

Wacken kümmert sich um Nachwuchs(förderung)

Die Diskussion rund um das Wacken Open Air ist ja teilweise immer heftiger in Gange und viele Stimmen behaupten, es würde immer “kommerzieller”. Ich kann diese stumpfe Kritik nicht mehr hören. Ja, Karten werden immer teurer. Ja, es kommen immer mehr “Touristen” zum Festival. Ja, es gibt jede Menge Merch… Aber was machen die Veranstalter alles für den Metal?

Zu dem bereits lange etablierten Metal Battle (seit 2007) wurde heute ein weiteres Event angekündigt um den Nachwuchs im Metal zu fördern. Veranstalter ist die Wacken Foundation. Dieses Mal setzt es noch früher an: das Wacken Musik Camp richtet sich an 13-17 jährige und unterstützt die mit Sommercamp-Feeling im reifen zu Musikern.

Abmahnung wegen geposteten Tattoo-Fotos?

Auch wenn ich Urheberrechte per se nicht schlecht finde, bei so einer Sache hört es für mich mit dem Verständnis auf. Warten wir mal ab, ob es entsprechende Fälle geben wird vor Gericht…

Aber lest selbst im Lawblog:

Das Tattoo gehört nämlich keineswegs ausschließlich seinem Träger, erläutert der Mainzer Anwalt Karsten Gulden auf seiner Seite “infodocc“. Vielmehr handele es sich, absoluter 08/15-Körperschmuck ausgenommen, um ein “Werk der bildenden Kunst”.

Tipp: Auch den verlinkten Artikel in infodocc lesen (mit Kommentaren):

Schwierig wird es allerdings, wenn nur das konkrete Motiv abgelichtet wird und die Person und deren Persönlichkeitsrechte vollständig in den Hintergrund treten. Dann dürften die Urheberrechte des Tätowierers wieder überwiegen, sodass eine Urheberrechtsverletzung angenommen werden kann, wenn keine Einwilligung durch den Tätowierer vorliegt.

Kinderporno-Keule für Vorratsdatenspeicherung

Debatte im Deutschen Bundestag zur Vorratsdatenspeicherung:

[Es gibt in Deutschland] “kein Grundrecht fürs Ansehen von Kinderpornographie”

Laut heise online hat dies der CDU-Abgeordnete Patrick Sensburg während einer Debatte um die Vorratsdatenspeicherung gesagt.

Das ist doch wieder typisch – aber (gefühlt) schon lange nicht mehr gehört: alle die gegen Vorratsdatenspeicherung sind, konsumieren Kinderpornos oder helfen damit Personen, die diese Straftat begehen. Oder auch: ohne VDS hätte wir diesen Mord nicht aufklären köennen. Auch hierzu gab es schon sehr häufig gegenteilige Bemerkungen und ich meine auch zu dem angesprochenen Fall aus Augsburg etwas gelesen zu haben. Am Fall Beteiligte haben meine ich erwähnt, dass sie diesen auch ohne das Instrument der Speicherung aller Kommunikationsdaten erfolgreich hätten lösen können.

Bleibt: mir fehlt immer noch ein einziger “Beweis” dafür, dass VDS die Aufgabe der Anonymität aller es Wert ist – indem sie ein nicht durch andere Ermittlungswerkzeuge ersetzbares Mittel ist. Noch mehr Zweifel hege ich an der Existenz eines Beweises, dass VDS etwas im Kampf gegen Kinderpornos bringt. Wenn wir damit Vorratsdatenspeicherung einführen, sind wir kein Deut besser als Erdogan, der ja auch erst Internetzensur eingeführt hat um die türkische Jugend vor Sittenverfall zu schützen.

Weniger ist mehr – 37signals konzentriert sich auf Basecamp

Könnte bestimmt einigen Firmen nicht schaden, sich auf eine Sache zu konzentrieren und dass dann richtig machen. Die US-Softwareschmiede 37signals bennent sich wie ihr gefragtestes Produkt – Basecamp (beliebtes Projektmanagement-Tool mit etwa 15 Millionen Nutzern) – und stellt die Entwicklung aller anderer Produkte zugunsten Basecamp ein. Analogien zum iPhone und Apple, aber auch Blackberry sind vorhanden. Ein großer Vorteil des iPhones war mit Sicherheit, dass es keine tausend verschiedenen Versionen und Modelle gab. Und Research in Motion hat sich ebenso vor kurzem einen bekannteren Namen gegeben…

Lesenswerter Artikel zu 37signals, Basecamp und der Management-Strategie “weniger ist mehr” gestern im Harvard Business managerStrategie – weniger ist mehr:

Eine amerikanische Softwarefirma wagt einen radikalen Strategieschwenk: Statt Wachstum durch Diversifikation heißt die Devise Konzentration auf ein Kernprodukt. Ein Schritt, der Beachtung verdient, meint Berater Ron Ashkenas.

[Vortrag] Wacken mal akademisch betrachtet

Der Gewinner der Night of the Profs 2013 in Kiel – Joachim Krause – hat den Titel “Prof of the Night 2013” mit seinem Vortrag “Was ist das Wacken Open Air Festival – Ein Sand im Getriebe des Kultur­betriebes?” erstritten. Das Thema des Abends war “Sand im Getriebe?“. Der Vortrag hatte mit deutlichem Abstand gewonnen und wurde in überarbeiteter Form Ende Januar noch einmal in Brunsbüttel wiederholt. Der Mitschnitt dazu ist nun auch in der Tube verfügbar.

Open Data hilft der Feuerwehr

Bei der Löschwasserförderung über lange Strecken müssen mehrere Pumpen hintereinander geschaltet werden. Die optimale Verteilung lässt sich nun online berechnen, wobei das Geländeprofil und die Minimal- und Maximaldrücke berücksichtigt werden.

Der Artikel dazu auf heise online: Open Data: Kostenloser Pumpen-Rechner für Löschwasserförderung

Wenn das mal kein schönes Beispiel für die Verwendung von offenen Daten des Staates ist. Zeigt einmal mehr, wie hilfreich die Veröffentlichung der staatlichen Datenschätze sein kann – der im genannten Beispiel erwähnte Rechner ist leider nur für Teile von Österreich bislang verfügbar…