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Dokumentation der Anfänge des Heavy Metal – Metal Evolution

Ein Teil (Teil drei: Early Metal, Part 2: UK Division) der Doku-Reihe Metal Evolution lief heute im Fernsehen/Stream bei ZDF.kultur. Der Beginn des Heavy Metal mit großen britischen Bands wie Black Sabbath, Led Zepplin, Deep Purple und Rainbow. Hier der Link zur Mediathek.

Kann ich sehr empfehlen. Wenn auch wichtige Spielarten in der Serie unterschlagen werden – wie Death oder Black Metal. Von den Core-Stilen will ich gar nicht anfangen 😉

Microsoft OneNote 2013 kostenlos runterladen

Seit dieser Woche ist Microsoft OneNote auch für den Mac OS X erschienen und mit dieser Ankündigung wurde es auch zum freien Download für eine Vielzahl von Plattformen angeboten: Windows, Android, iOS, Mac. Die Apps waren ja schon längere Zeit kostenlos, die “richtige” Windows Version allerdings nicht (im Gegensatz zur Windows 8 App im Windows Store). Zahlende Kunden, die OneNote im Paket mit Office 365 gekauft haben bekommen einige Premium-Features obendrauf wie Outlook-Integration.

Microsoft hat die Integration von OneNote in ihre Cloud OneDrive vorangetrieben und dürfte mit der freien Verfügbarkeit die Konkurrenz zu Evernote nochmal neu beheizen. Durch die enge Cloud Integration existiert auch eine REST API mit welcher Entwickler Services für OneNote anbieten können. Aktuell gibt es auch schon einige wie IFTTT oder Schnittstellen zu Brother und Epson Geräten.

Schön wäre nur noch, dass die anderen Plattformen auch noch über die selbe Handschrifterkennung verfügen wie die Version für Windows… Ich vermute allerdings, dass dies nicht der Fall sein wird so schnell, denn aktuell ist man auch ein Windows-Tablet festgelegt, wenn man die geniale Schrifterkennung nutzen möchte. Und das ist – zumindest für mich – DAS Feature für ein Tablet.

Update 31. März 2014
Vielleicht besteht ja doch eine Chance auf die Schrifterkennung. Ein Artikel bei TechCrunch beschreibt Microsofts Strategie in Richtung kostenlos und spekuliert auch über eine kostenlose Windows 8.1 Version.

WLAN/UMTS/GSM/RFID blockierende Hüllen (aus Abschirmflies)

Passend zu den Hinweisen auf Critical Engineering kürzlich, nun ein weiterer Hinweis auf einen Berliner Künstler – Aram Bartholl. Er näht Handyhüllen aus einem Spezialflies. Den Flies kann man z.B. in Online-Shops bekommen.

Man kann aus dem Flies eigentlich noch ganz andere Dinge basteln. Eine Hülle für den Personalausweis oder Reisepass zum Beispiel. Oder ein Kartenmäppchen…

Critical Engineering mit PRISM auf der Transmediale 2014

Ich habe ja bereits Anfang Januar über Julian und Danja (sowie auch Gordan) und das Projekt Critical Engineering berichtet. Auf der Transmediale 2014 waren die beiden nun auch wieder mit ihrer Installation “PRISM: The Beacon Frame” – und wurden direkt (wegen einer fehlenden Betriebsgenehmigung für ihren IMSI Catcher) dazu gebracht, die Installation wieder abzuschalten. Immerhin hat es die Sache auch in den Spiegel geschafft. Julian und Danja haben übrigens auf PasteBin sich geäußert zu dem Vorfall:

It was our intention to provide an opportunity for public to critically engage precisely the same methods of cellular communications interception used by certain governments against their own people and people in sovereign states. It was not, in any way, our intention to harm anyone and nor did we.

Weniger ist mehr – 37signals konzentriert sich auf Basecamp

Könnte bestimmt einigen Firmen nicht schaden, sich auf eine Sache zu konzentrieren und dass dann richtig machen. Die US-Softwareschmiede 37signals bennent sich wie ihr gefragtestes Produkt – Basecamp (beliebtes Projektmanagement-Tool mit etwa 15 Millionen Nutzern) – und stellt die Entwicklung aller anderer Produkte zugunsten Basecamp ein. Analogien zum iPhone und Apple, aber auch Blackberry sind vorhanden. Ein großer Vorteil des iPhones war mit Sicherheit, dass es keine tausend verschiedenen Versionen und Modelle gab. Und Research in Motion hat sich ebenso vor kurzem einen bekannteren Namen gegeben…

Lesenswerter Artikel zu 37signals, Basecamp und der Management-Strategie “weniger ist mehr” gestern im Harvard Business managerStrategie – weniger ist mehr:

Eine amerikanische Softwarefirma wagt einen radikalen Strategieschwenk: Statt Wachstum durch Diversifikation heißt die Devise Konzentration auf ein Kernprodukt. Ein Schritt, der Beachtung verdient, meint Berater Ron Ashkenas.

WordPress Plugin für LaTeX Satz und für Code-Listings

Zwei kurze Hinweise auf gute Plugins für WordPress – eines um LaTeX Kommandos in Grafiken (PNG / SVG und GIF) umzusetzen, das andere um Code Listings zu erzeugen.

QuickLaTeX – LaTeX-Satz im WordPress Blog

Das (früher) auch von mir verwendete WP LaTeX hat sich scheinbar im laufe der Zeit verändert und bietet nunmehr nur noch den Mathe-Modus an, aus welchem nicht mehr ausgebrochen werden kann. Das reicht vermutlich für die meisten Einsatzzwecke in einem Blog. Will man jedoch mehr, wie z.B. Tabellen damit formatieren, hat man schlechte Karten.
Die WP LaTeX FAQ meint folgendes dazu:

I want to break out of math mode and do some really wild stuff. How do I do that?
You can’t with this plugin. WP LaTeX forces you to stay in math mode. Formatting and styling for your posts should be done with markup and CSS, not LaTeX.
If you really want hardcore LaTeX formatting (or any other cool LaTeX features), you should probably just use LaTeX.

Im Gegensatz zu WP LaTeX bietet QuickLaTeX diese Funktionalität. Weiter lassen sich mit QuickLaTeX eine eigene Präambel, TikZ und andere Pakete einbinden und auch eigene Kommandos mit Hilfe von \newcommand{}{} erstellen.
Anmerkung: Entgegen der Angabe auf der Webseite kann es Probleme geben, wenn die Notation mit Dollarzeichen verwendet wird. Ich empfehle die Tags ... zu verwenden.

Man kann sich von der Qualität des Plugins auch auf dessen Webseite http://quicklatex.com überzeugen.

SyntaxHighlighter Evolved – Code-Listings für WordPress Blogs

Wer auch mal Code in (s)einem Blog mit Syntax-Highlighting posten will – eye-candy braucht – sollte sich vielleicht das WordPress-Plugin SyntaxHighlighter Evolved anschauen (Plugin-Seite, GitHub).

Das Plugin bringt von Haus aus Definitionen für folgende Sprachen mit:

  • actionscript3
  • bash
  • clojure
  • coldfusion
  • cpp
  • csharp
  • css
  • delphi
  • erlang
  • fsharp
  • diff
  • groovy
  • html
  • javascript
  • java
  • javafx
  • matlab (keywords only)
  • objc
  • perl
  • php
  • text
  • powershell
  • python
  • r
  • ruby
  • scala
  • sql
  • vb
  • xml

Mehr Sprachen können in Form weiterer Plugins eingebunden werden.

Datenkraken: Auto – oder: der gläserne Autofahrer

Im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bin ich über einen interessanten Artikel gestolpert, der etwas thematisiert, was hierzulande noch auf sehr kleiner Flamme gekocht wird: Daten sammelnde Gerätschaften in Autos machen den Autofahrer zu einem gläsernen Autofahrer. Wenn wir in einem aktuellen Auto unterwegs sind, werden von unzähligen Systemen (70 “Rechner” waren schon vor sechs Jahren keine Seltenheit mehr) Daten gesammelt über diverse Parameter.

Das diese Daten genutzt werden, lässt sich am Beispiel Auto-Versicherungen in den USA oder England zeigen. Dort kann (noch nicht muss) bezahlt werden nach Fahrstil. Das manager magazin erwartete im vergangenen Oktober solche Versicherungen auch ab diesem Jahr in Deutschland. Die Sparkassen-Direktversicherung hat sich das zu Herzen genommen und bietet seit Jahresbeginn nun einen solchen Telemetrie-Tarif an, wie u.a. der Focus berichteten.

Die Nutzung dieser anfallenden Daten sollte dringend durch den Gesetzgeber geregelt werden – insbesondere in so paranoiden NSA-Zeiten. In wie weit das Bundesdatenschutzgesetz die Nutzung der Daten schon beschränkt (wem “gehören” die anfallenden Daten? – siehe dazu auch weiter unten) ist mir noch nicht ganz klar, ich vermute jedoch, die Fahrzeugdaten fallen nicht darunter, da diese nicht exakt einer Person zugeordnet werden können (erst in Kombination mit Mobilfunk-Daten, etc.). Selten fordere ich weitere Gesetze, aber in diesem Fall würde ich doch eine explizite Aufnahme dieser Daten in ein bestehendes Gesetz oder im Zweifel auch in ein extra Gesetz befürworten.

Ausgangspunkt der Diskussion auf dem Verkehrsgerichtstag war wohl eCall – ab Oktober 2015 sollen alle neu zugelassenen Autos fähig sein, nach einem (schweren) Unfall, diesen automatisiert an die Notrufnummer 112 zu melden.

In dem Artikel der FAZ wird Jürgen Bönninger, der Geschäftsführer der FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH zitiert:

Es müsse „verhindert werden, dass digitale Abdrücke aller zukünftigen Autos und damit der Fahrdaten sowie der Fahrzeugzustandsdaten als Bewegungs- und Handlungsprofile hinterlassen oder abgerufen werden“.

In der Freien Presse wird auch der AvD (Automobilclub von Deutschland) zitiert mit:

“Autofahrer müssen wissen, welche Daten wozu gesammelt werden – und Herr über die Weitergabe bleiben.”

Zur Problematik wem die Daten gehören schreibt die Freie Presse:

Der Präsident des Verkehrsgerichtstags, Kay Nehm, sieht hier ein grundsätzliches Problem: Ein Datenschutzrecht im Auto muss erst noch entwickelt werden. Es sei eben nicht klar, wem die Daten im Fahrzeug gehörten – dem Fahrer, dem Autohersteller oder gar einem dritten Dienstleister.

Hier wird Jürgen Bönninger auch noch ausführlicher zitiert:

“Fahrzeughersteller und weitere Nutzer von Fahrzeugdaten sind zu verpflichten, offen und transparent zu informieren, welche Daten generiert und verarbeitet werden”, sagt der Dresdner Experte. Zudem müsse der Gesetzgeber auch im Auto Anti-Spionage-Regeln durchsetzen – durch ein Autofahrerdatenschutzgesetz und ein Autodatensicherheitsgesetz. Vor acht Jahren habe man in Goslar bereits Empfehlungen für gesetzliche Regelungen unterbreitet. “Deren konkrete Erarbeitung”, so kritisiert Bönninger, “steht jedoch bis heute aus.”

Die Problematik wurde also sehr wohl schon teilweise vor vielen Jahren (von Experten) erkannt. Passiert ist bisher nichts, was meiner Einschätzung nach auch mit damit zusammenhängt, dass kaum darüber geschrieben wird.

Ich konnte ansonsten nur noch zwei weitere Artikel zu diesem Punkt des (52.) Verkehrsgerichtstages in Goslar finden:

Also: traget hinfort das Wort in die Welt 😉

MP3s und andere Audiodateien (halb)automatisch taggen

Und ein kleiner Tipp um selbst gerippte CDs sauber mit Tags zu versehen – MP3Tag von Florian Heidenreich.

Das Tool nimmt einem sehr vieles ab und u.a. gibt es Plugins um z.B. die Daten von der Encyclopedia Metallum (Metal Archives) einzubinden. Dazu muss nur das Skript heruntergeladen werden und dann die *.src Datei in den Ordner %appdata%\Mp3tag\data\sources kopiert werden. Schon steht die Datenquelle zur Verfügung.

Massive Kommentar-Spam-Schleuder IPTelligent LLC sperren

Aktuell sind wieder ziemlich viel (Kommentar-)Spam-Versuche auf den von uns gehosteten Seiten aufgeschlagen. Nach kurzer Analyse, fanden wir einige IPs, von welchen die hohe Anzahl an Anfragen kam: 94.47.225.74, 94.47.225.170 und 94.47.225.82. Die Suche nach diesen Adressen führte zuerst zu einigen ähnlichen Artikeln – wie z.B. Remove 80% of your blog comment spam by blocking IPTelligent! oder im IT Master Services Blog:

Block them by their entire IP ranges, no legit visitors come from there. 96.47.224.0/20
and 173.44.32.0/20. Nothing but spam.

Eine weitergehende “Recherche” offenbarte, dass IPTelligent LLC, eine in Miami, Florida ansässige US-Firma für das autonome System AS 8100 eingetragen ist. Darin sind einige der folgenden Netze “beheimatet” (eine volle Liste der zugehörigen Netze gibt es bei Hurricane Electric:

  • 96.47.224.0/20
  • 173.44.32.0/20

Um nun die Logs nicht weiter zu beschmutzen, haben wir beschlossen die betreffenden Netze per Firewall auszuschliessen. Alternativ kann man auf UNIX Systemen auch folgende Einträge in die Datei /etc/hosts.deny aufnehmen:

ALL: 96.47.224.0/255.255.240.0
ALL: 173.44.32.0/255.255.240.0

Angenehmer Effekt ist dann auch, dass zu Zeiten einer Spam-Welle (wie wir sie über Weihnachten/Neujahr öfter beobachteten) die Verbindungen schon auf IP Ebene nicht zustande kommen und so load nicht anfällt. Das echte Nutzer aus diesem IP Bereich kommen ist auch relativ ausgeschlossen – und selbst wenn, die Spam-Eindämmung ist es Wert 😉